Mittwoch, 1. Oktober 2008

Termin des 8. Ideen-Salons: 13. November 2008

Nach der "Sommerpause" jetzt wieder ein Hamburger Ideen-Salon als gemütliche Herbst-Diskussionsrunde. Am 13. November um 19:30h ist es in der Küchenwerkstatt wieder soweit.

Das Thema dreht sich dieses Mal um etwas Handfestes, jedem Bekanntes. Es geht um Bücher. Also diese altmodischen Blättersammlungen voll mit Geschichten oder immer schneller veraltendem Wissen.

Immer mehr Bücher sind deshalb schon elektronisch geworden (Stichwort eBook) oder sind auf dem Weg dahin. Papier ist für viele Inhalte "zu geduldig" oder schlicht zu teuer. Die Zahl der Bücher steigt stetig, die Halbwertzeit der öffentlichen Aufmerksamkeit für sie sinkt. Warum also den Druckaufwand treiben? Das fragen sich derzeit viele Verlage. Amazons eBook-Lesegerät Kindle ist dafür eines von vielen Symptomen.

Aber sind gedruckte Bücher deshalb wirklich einfach nur altmodisch? Sollten wir uns einfach ganz auf die Lektüre von eBooks am Bildschirm oder auf Lesegeräten verlegen?

Ideen-Inhaber Hans-Jörg Ziegler meint: Nein, im Gegenteil! Er sieht trotz oder sogar wegen der explodierenden Zahl von digitalen Texten in Form von so genannten PDF-Dokumenten einen steigenden Bedarf an gedruckten Dokumenten. Sie sind auf absehbare Zeit einfach noch viel leichter zu lesen. Die haptische Dimension der Lektüre ist nicht nur in vielen Situationen bequemer und flexibler, sondern wichtig für die möglichst mühelose Aufnahme des Gelesenen.

Allerdings, meint Hans-Jörg Ziegler, sollte sich der Buchdruck der Druck der wirklichen Leserbedürfnisse beugen. Um zu bestehen, muss er sich den Trends zur Flexibilisierung und Individualisierung anpassen, ebenso wie dem der Kommodifizierung - also Trends, wie sie schon unseren Umgang mit Autos, Kleidung und Musik umgeprägt haben. Print-on-demand Dienste sind ein erster Versuch gewesen,  digitale und physische Textwelt in dieser Hinsicht neu zu verbinden. Doch print-on-demand - oder besser: publishing-on-demand - ist auch heute noch zu behäbig, zu bürokratisch und existiert im Wortsinn aus Sicht des Lesers praktisch nicht.

Deshalb möchte Hans-Jörg Ziegler eine Idee vorstellen, die die Verbindung zwischen elektronischen und handfesten Texten wirklich zeitgemäß definiert. Mit ihr stehen elektronische und gedrucke Werke gleichberechtigt nebeneinander. Mit ihr wird das digitale Zeitalter nicht "buchfrei" oder papierlos, sondern weist dem Papier einen angemessenen Platz nach seinem Nutzen zu. Weder elektronische Medien noch Papier sind Selbstzweck.

Wer also hören und diskutieren will, wie die Zukunft des Umgangs mit Büchern und elektronischen Texten jenseits der heutigen Möglichkeiten aussehen könnte, der sollte zum 8. Ideen-Salon kommen. Anhänger des "Lesens mit haptischer Dimension" werden ihre Freude haben - und bekommen natürlich auch Exemplare der Buchzukunft zum Anfassen.

Interessen melden sich bitte bis 6.11. formlos per Email an: info [at] ralfw [dot] de. Der kleine Eintrittspreis wie immer 5 EUR.

Über den Ideen-Inhaber

image Hans-Jörg Ziegler war zuletzt als Projektleiter bei der Steinberg Media Technologies GmbH tätig und hat dort internationale Software- und Hard/Software-Integrationsprojekte geleitet. Davor hat er als Selbständiger Software sowohl im Bereich Medien als auch Industrieanwendungen konzipiert, entwickelt und zur Marktreife gebracht. Zusätzlich zu seinem Abschluß zum Diplom-Ingenieur schreibt er derzeit berufsbegleitend an seiner Masterarbeit über agiles Projektmanagement.

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