Dienstag, 22. April 2008

6. Hamburger Ideen-Salon - Ajkooshi

Ein Ideen-Salon der anderen Art fand am 20. April 2008 statt: Manuela Beyer, Gertrud Plagge und Ralf Westphal hatten zu einem Workshop eingeladen. Im Verlauf eines Tages wollten die drei mit den Teilnehmern ausloten, ob ihr Ansatz mit dem Kunstnamen "Ajkooshi" wirksam ist.

image Bei Ajkooshi - Untertitel: Wandel gestalten - geht es darum, Menschen zu helfen, Ziele zu erreichen und Wünsche zu erfüllen. Zielgruppe sind all die, die es sich leichter machen möchten, eine Veränderung in ihrem Leben herbeizuführen.

An Hilfestellungen zu diesem Zweck mangelt es natürlich nicht. Sie reichen von SMART bis zu "Bestellungen beim Universum". Allerdings glauben Manuela, Gertrud und Ralf, eine Lücke in der Phalanx der Zielerreichungsstrategie erkannt zu haben. Sie sind entweder strukturiert oder "appellativ". Sehr rationale Techniken konkurrieren mit solchen, die an den simplen Glauben an die Wunscherfüllung appellieren.

Das empfinden die Ideeninhaber als einseitig, da die meisten Ansätze sich auf einen Weg zum Ziel beschränken. Vor allem lassen diese Ansätze ihren Anwender mit dem Wesentlichen allein: dem Aufbau des Willens und der Energie zur Veränderung.

Wer energiegeladen ein Ziel anstrebt, profitiert von Strukturierungstechniken, um den Weg dahin effizient und möglichst erfolgversprechend zurückzulegen.

Wer zweifelt, ob ein Wunsch legitim oder grundsätzlich erfüllbar ist, profitiert von Appellen an seinen Glauben, dass es ok ist, sich einen Parkplatz, einen Lebenspartner oder eine volle Brieftasche zu wünschen.

Selbstvertrauen und Kraft, um das legitimisierte Ziel nun aber wirklich zu erreichen, entspringt solchem Glauben allerdings nicht. Und auch rationale Techniken vermitteln sie nicht. Was also tun? Hier setzen die Ideeninhaber mit Ajkooshi an.

Ajikooshi fügt drei bekannte Ansätze zusammen, um den Anwender aus der Synergie eben die Stärke schöpfen zu lassen, die ihm bisher gefehlt hat, um eine Veränderung herbeizuführen.

  1. image Der erste Schritt von Ajkooshi besteht in der Externalisierung des Wunsches. Zu diesem Zweck hat Gertrud Plagge die Teilnehmer am Workshop in einer Trance an ihre Wünsche herangeführt. Jeder sollte sich zunächst das dahinter stehende Problem und die Hindernisse auf dem Weg zur Erfüllung vergegenwärtigen. Mit diesen persönlichen geistigen Bildern galt es anschließend, den Ist-Zustand zu manifestieren. In einem Pastellbild sollten die Teilnehmer geführt durch Manuela Beyer die "Problembeteiligten" symbolisch aufstellen.
  2. In einem zweiten Schritt geht es um die Veränderung des "Problembildes" hin zum Wunschbild. imageZunächst haben die Teilnehmer ihr Bild in eine Tonfigur verdichtet - das "Problemtier". Anschließend nahmen sie in einer Trance Kontakt zu inneren Kraftquellen auf, die sie dann zur Umformung der Tonfigur in ein "Krafttier" benutzten. In dieser Weise positiv gestimmt, führte Gertrud Plagge sie in einer weiteren Trance in das Gefühl des schon erfüllten Wunscheimages - das die Teilnehmer anschließend mit Manuela Beyer wieder in einem Bild manifestierten. Das externalisierte Problem lag nun in eine gestaltete Erfüllung verwandelt vor ihnen. 
  3. Schritt Drei internalisiert schließlich die mit der bildlichen Erfüllung verbundenen positiven Empfindungen. Gertrud imagePlagge vermittelte den Teilnehmern die dafür notwendigen Grundkenntnisse  der Selbsthypnose.  Denn in einer Selbsthypnose sollten die Teilnehmer die im bisherigen Prozess gewonnene Zuversicht durch die Ausgestaltung des als erfüllt imaginierten Wunsches verinnerlichen und zur "Programmierung" ihres Unterbewusstseins, ihres "Autopiloten" nutzen.

Aspekte der Aufstellungsarbeit, der Kunsttherapie und der Hypnotherapie fügen sich in Ajkooshi zu einem Ganzen, dessen Idee ist, Menschen die fundamentale Energie (Selbstvertrauen, Zuversicht, Fokus) zu geben, um sich ihre Wünsche zu erfüllen.

Ajkooshi versteht sich allerdings nicht als Therapie, sondern auch als Technik. Die wollte der Workshop vermitteln. Die Teilnehmer konnten deshalb auch ihre Wünsche für sich behalten. Es gab keine gemeinsame Arbeit an ihnen. Nur jeder Einzelne war aufgefordert, sich auf die Trancen und Darstellungen einzulassen. Eine für viele ungewohnte Arbeit nicht nur mit den Händen, sondern auch an sich selbst.

Unterm Strich war das Feedback der Teilnehmer dennoch positiv. Allerdings konnten die Ideeninhaber auch viel Verbesserungsvorschläge mitnehmen. Insbesondere wünschten sich die Teilnehmer mehr Klarheit und Führung durch den Prozess.

image Kontrovers und lang diskutiert waren die immer wieder eingestreuten Reflektionsrunden über die angefertigten Darstellungen. Während die Ideeninhaber meinten, dass eine Außensicht auf die eigenen Darstellungen Impulse für neue Sichtweisen und insofern Hilfsmittel zur Überwindung von inneren Blockaden sein könnten, fühlten sich einige Teilnehmer durch Äußerungen anderer über ihre Arbeiten unangenehm berührt.

Nach mehr als 7 Stunden konzentrierter Arbeit entließen dann die Ideeninhaber die Teilnehmer - um selbst noch Manöverkritik zu üben. Sie haben wertvolles Feedback bekommen und freuen sich über die Gelegenheit zum Test ihrer Idee, die ihnen der Ideen-Salon mit seinem neugierigen Publikum gegeben hat.